Viel Spass und ein neues Pantherlied

Das Basler Cabaret «touche ma bouche» war auf seiner Abschiedstournee am 1. Dezember 2025 zu Gast bei den Grauen Panthern Nordwestschweiz. Ein Auftritt, der restlos begeisterte.

Im 29. Jahr ihres gemeinsamen Wirkens als «touche ma bouche» sind Daniel Buser und Roland Suter auf Abschiedstournee mit dem Programm «Glück 2.0». Als dritten Mann haben sie den musikalischen Allrounder Michael Wernli ins Boot geholt. So kamen sie auch in den zum Bersten gefüllten Saal des Quartierzentrums Oekolampad. Doris Moser Tschumi, Vizepräsidentin Basel-Stadt, war für Vorbereitung und Moderation besorgt.

«Wir fühlen uns euch zugehörig» sagten sie frei- und auch etwas wehmütig. Das Programm, das «touche ma bouche» präsentierte, hatte viel mit den Grauen Pantherinnen und Panthern zu tun. Abschied, Vergänglichkeit, Bestandsaufnahme, die Frage, welche Pläne wir noch machen sollen – das beschäftigt die Künstler offensichtlich ebenso wie ihr Publikum. Der Funke sprang sofort über; es wurde viel und temperamentvoll gelacht, gejutzt und geklatscht.

Glück und wie es davonfährt

«Glück» hiess 1996 ihr erstes Programm. «Glück 2.0» heisst es nun zum Abschied – laut Computer-Jargon ist das die neue, verbesserte Version. In den vergangenen Jahrzehnten hätten sie die wohl weltweit grösste Sammlung an Definitionen von Glück zusammengetragen. Kostproben: «Glück ist Gratisbier bei vollem Lohnausgleich.» – «Glück ist Glück im Unglück.» – «Glück ist, wenn man ein schlechtes Gedächtnis haben darf.» Aber auch: «Hat Glück ein Rücklicht, damit man es sehen kann, wenn es in der Nacht davonfährt?»

Nicht nur mit Wortspielen, auch mit vielfältigen musikalischen Mitteln holten «touche ma bouche» die Pantherinnen und Panther aus der «Welkness-Zone». Rock, Pop, Rap haben sie drauf; aber auch den Kitschhonig lassen sie gerne träufeln, wovon sie dann gleich wieder selbstironisch Abstand nehmen. Dem Lauenensee stellten sie den Gempenstollen gegenüber und mit einer Parodie des Stones-Hits «I can’t get no satisfaction» rockten sie förmlich den Oekolampad-Saal.

Am Schluss noch der Ansatz zu einer neuen, poppigen Panther-Hymne: «Wiiter so, wiiter so – die Graue Panther bliebe niemols stoo!» Darauf liesse sich aufbauen.

Heinz Weber, Text und Fotos

Bildlegende 1: «touche ma bouche»: Daniel Buser, Roland Suter und Michael Wernli (von links).

Bildlegende 2: Mit Dank und Präsent wurden «touche ma bouche» von Doris Moser-Tschumi verabschiedet.