Umfrage bei Neumitgliedern der Grauen Panther Nordwestschweiz.
25 Neumitglieder (Eintritt 2023 oder später) haben sich im Februar Zeit genommen, uns offen und persönlich zu antworten. Wir wollten Kenntnisse erlangen über die Gründe des Beitritts, was gut ist und wie eine Mitarbeit aussehen könnte. Was uns dabei am meisten bewegt hat: die Herzlichkeit, die Offenheit – und die Fülle an Ideen, die ihr mitgebracht habt. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben!
Die Wege zu den Grauen Panthern sind so verschieden wie unsere Mitglieder selbst. Manche kamen nach der Pensionierung, auf der Suche nach einem neuen Rhythmus im Leben. Andere wurden von Freunden oder der eigenen Familie darauf aufmerksam gemacht. Und einige hatten uns schon seit Jahrzehnten im Blick – und warteten einfach auf den richtigen Moment.
«Ich wollte schon immer zu den Grauen Panthern, seit ich vor ca. 30 Jahren von dieser Organisation erfahren habe.»
Gemeinsam ist vielen der Wunsch, nicht nur zuzusehen, sondern aktiv Teil einer Gemeinschaft zu sein, die etwas bewegt – für und mit älteren Menschen.
«Es gehört für mich selbstverständlich dazu, als Boomer-Rentnerin etwas für und mit älteren Leuten zu machen.»
Eure Rückmeldungen haben uns sehr gefreut. Besonders häufig erwähnt wurden die Themenvielfalt unserer Veranstaltungen, das politische Engagement und die Tatsache, dass wir dem Alter eine Stimme geben. Mehrere Mitglieder heben auch die professionelle Organisation hervor – und die Tatsache, dass Berichte noch am gleichen Tag verschickt werden.
«Die Themen der Monatsversammlungen sind immer sehr interessant und professionell vorbereitet. Wenn nur die Bürokratie überall so funktionieren würde!»
Auch die Unkompliziertheit und die Möglichkeit, einfach mitzumachen, werden geschätzt. Kurz gesagt: Ihr fühlt euch bei uns gut aufgehoben.
«Ich fühle mich sehr gut aufgehoben und vertreten.»
Viele von euch sind grundsätzlich offen dafür, sich aktiv einzubringen. Doch das Leben ist voll – Erwerbstätigkeit, Familie, andere Engagements. «Vielleicht in 1–2 Jahren» ist eine Antwort, die wir mehrfach gelesen haben.
Was wir mitnehmen: Es braucht niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten – ohne Druck, ohne grosse Verpflichtung. Wer schnuppern möchte, soll willkommen sein. Wer sich einmal einbringen kann und ein anderes Mal nicht: auch das ist wertvoll.
«Vielleicht, da mein Mann und ich gerne reisen, kann ich mich vorerst nur punktuell einbringen.»
Hier haben wir besonders aufmerksam zugehört. Eure Anliegen sind vielfältig – und viele davon klingen vertraut, weil sie uns alle angehen:
Einsamkeit im Alter – Dieses Thema wurde besonders häufig genannt. Soziale Isolation ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit, und ihr wünscht euch mehr Angebote, die Menschen zusammenbringen.
Digitalisierung – Viele wünschen sich Unterstützung im Umgang mit Handy, Apps und Online-Formularen. Gleichzeitig fordern einige mehr politischen Mut: Wer ältere Menschen durch Technologie ausschliesst, soll damit nicht einfach durchkommen.
«Digicash, Netflix, Handyparkings – ohne läuft bald nichts mehr. Gibt es Kurse und Beratung?»
Wohnen im Alter – Alternative Wohnformen, betreutes Wohnen, lokale Angebote auch ausserhalb von Basel: Ein Thema, das euch bewegt.
Generationengerechtigkeit – Wie können Jung und Alt die Zukunft gemeinsam gestalten? Wie schützen wir ältere Arbeitslose? Wie sichern wir Solidarität über Generationen hinweg?
Gesundheit und Pflege – Körperliches Training, Pflegenotstand, Notfall-Hausarztpraxen: Auch hier habt ihr klare Vorstellungen.
Diese Befragung ist kein Selbstzweck. Eure Antworten fliessen direkt in die Arbeit des Vorstands ein – bei der Planung von Veranstaltungen, bei der Weiterentwicklung unserer Arbeitsgruppen und bei unseren politischen Schwerpunkten.
Wir nehmen euch beim Wort: Wenn ihr sagt, Einsamkeit im Alter sei ein dringendes Thema – dann wird es eins. Wenn ihr euch wünscht, die Digitalisierung kritischer zu begleiten – dann tun wir das. Und wenn ihr euch vorstellen könnt, mitmitzumachen – dann melden wir uns bei euch.
Vielen Dank für eure Offenheit, eure Ideen – und dafür, dass ihr bei uns seid. Gemeinsam sind wir die Grauen Panther.
Thomas Baerlocher, Vizepräsident Basel-Stadt
Bildlegende
Vielfältige Einstiegsmöglichkeiten bei den Grauen Panthern Nordwestschweiz: Willkommensveranstaltung vom Februar 2026.
Foto hw
